Hitzesommer 2026

Rekordhitze und Dürre fordern Österreichs Landwirtschaft

Der Sommer 2026 hat in Österreich neue Maßstäbe gesetzt, allerdings keine erfreulichen. Laut GeoSphere Austria war es der heißeste Sommer der österreichischen Messgeschichte. Rekordtemperaturen, außergewöhnlich viele Hitzetage und eine ausgeprägte Trockenheit bis hin zur Dürre trafen auf eine Landwirtschaft, die bereits nach einem sehr trockenen Frühjahr mit knappen Wasserreserven in die Sommermonate gestartet war. Für viele landwirtschaftliche Betriebe waren Hitze und Trockenheit damit nicht mehr nur vorübergehende Stressphasen, sondern über Wochen hinweg bestimmende Produktionsbedingungen.

Was Hitze und Trockenheit für die Landwirtschaft bedeuten

Die Kombination aus hohen Temperaturen, intensiver Sonneneinstrahlung und fehlendem Niederschlag stellt Kulturpflanzen vor mehrere Herausforderungen gleichzeitig. Mit steigenden Temperaturen nimmt die Verdunstung zu, während bei begrenzter Bodenfeuchte immer weniger Wasser zur Verfügung steht. Pflanzen reagieren darauf unter anderem mit einer Einschränkung ihrer Stoffwechselaktivität und einer reduzierten Aktivität der Stomata. Dauert dieser Stress an, können Wachstum, Photosynthese, Blüten- und Fruchtentwicklung sowie letztlich Ertrag und Qualität beeinträchtigt werden. Im Obst- und Weinbau kommt zusätzlich das Risiko direkter Sonnenbrandschäden an Früchten und Beeren hinzu.

Wie groß die wirtschaftlichen Folgen 2026 waren, zeigt die österreichische Hagelversicherung in ihrer Presseaussendung „Rekord-Dürreschäden in der Landwirtschaft“ vom 10. August 2026. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde der durch Dürre verursachte Gesamtschaden in der österreichischen Landwirtschaft auf eine Milliarde Euro geschätzt. Besonders betroffen waren Grünland, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Kürbis und Soja, regional aber auch Getreide. In einzelnen Regionen fiel seit Mitte Juni mehr als 75 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025.

Link zum Artikel: Rekord-Dürreschäden in der Landwirtschaft – Österreichische Hagelversicherung

Was können Biostimulanzien bei Hitzestress leisten?

Ein Sommer wie 2026 zeigt, dass sich landwirtschaftliche Betriebe stärker auf Wetterextreme einstellen müssen. Eine einzelne Maßnahme kann Trockenheit und extreme Hitze nicht ausgleichen. Biostimulanzien ersetzen weder Wasser noch ein angepasstes Boden-, Bestandes- oder Bewässerungsmanagement. Sie können jedoch ein zusätzlicher Baustein sein, um Pflanzen gezielt auf Stressphasen vorzubereiten und ihre natürliche Widerstandsfähigkeit zu unterstützen. Je nach Wirkmechanismus setzen unsere Biostimulanzien dabei an unterschiedlichen Stellen an:

Primefit®

... unterstützt die natürlichen Abwehrmechanismen der Pflanze, dadurch werden Pflanzenvitalität, Zellstruktur und Widerstandsfähigkeit gegenüber abiotischem Stress aktiviert, was sich positiv auf Ertrag und Qualität auswirkt.

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Biocult® ML45

... setzt am Wurzelsystem an. Die enthaltenen Mykorrhiza-Pilze erweitern über ihr Hyphennetzwerk den erschlossenen Bodenraum und unterstützen die Wasser- und Nährstoffaufnahme. Gerade bei Trockenstress kann ein gut entwickeltes Wurzelsystem ein wichtiger Faktor für die Widerstandsfähigkeit der Pflanze sein.

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Vitisol

... verfolgt einen anderen Ansatz: Das mineralische Biostimulant bildet auf Blättern und Früchten eine physikalische Schutzschicht, die belastenden Strahlung reflektiert und die Temperatur an der Pflanzenoberfläche reduziert. Besonders in Wein- und Obstgärten kann dies helfen, Hitzestress und Sonnenbrandschäden zu reduzieren.

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Pflanzen stärken statt Wetterextreme „lösen“

Entscheidend ist eine realistische Erwartungshaltung. Biostimulanzien sind keine Versicherung gegen Ertragsverluste und kein Allheilmittel gegen Dürre. Ihr Potenzial liegt vielmehr darin, Pflanzen dabei zu unterstützen, mit belastenden Bedingungen besser umzugehen. Gerade bei wiederkehrenden Hitze- und Trockenphasen wird diese zusätzliche Widerstandsfähigkeit zunehmend relevant.

Der Sommer 2026 hat gezeigt, wie schnell aus einzelnen Hitzetagen eine wochenlange Belastung für Pflanzen und Betriebe werden kann. Anpassung an solche Bedingungen wird deshalb künftig aus mehreren Bausteinen bestehen müssen: Bodengesundheit, Wassermanagement, angepasste Sorten und Kulturführung sowie gezielte Maßnahmen zur Pflanzenstärkung.

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